Nun hast du einen ersten Überblick wann wir von WBO und wann von LPO sprechen.

Merke Dir: Man unterscheidet 2 Kategorien Prüfungen/ Turniere. Immer dann, wenn das Wort "Wettbewerb" in der Ausschreibung steht, handelt es sich immer um WBO-Prüfungen/ -Turniere! Alle Regeln für diese Prüfungen findest du in der "WBO - WettBewerbsOrdnung"

An einer WBO Prüfung kann im Grunde jeder teilnehmen, der sich mit dem Pferd beschäftigt und sich den Start zutraut. Nach und nach kann man sich mit wachsendem Können auch im WBO Niveau steigern. Angeboten werden Prüfungen vom Umgang mit dem Pferd, bis hin zu Prüfungen auf dem Niveau der "Klasse E". Ab hier geht es dann in den Leistungsprüfungsbereich für den die Leistungsprüfungsordnung zuständig ist. Das Regelwerk für diesen Bereich findest du in den gelben Ordnern, der LPO. Manche Landesverbände schreiben zur Startberechtigung zusätzlich die Mitgliedschaft in einem Reitverein vor.

Ab 2018 gibt es grundsätzliche Änderungen in der LPO und WBO. Über 90% der Regelungen gelten zwar schon lang, in unregelmäßigen Abständen überprüft eine Kommission der FN aber ob Änderungen nötig sind und in welchem Umfang diese Erfolgen sollen. 2018 ist ein Jahr mit sehr großer und umfangreicher Änderungen geworden, weshalb eine "Neuauflage" veröffentlicht wurde 

Ab 2018 kannst Du neben einer Papierversion auch auf verschiedene "Online Pakete" zurückgreifen. Du zahlst je nach Kombination der gewünschten Ausgaben einen jährlichen Betrag und bekommst dafür einen Zugangscode und ein Passwort. Damit kannst du überall, dort wo ein Internetanschluss vorhanden ist, auf die aktuellste Version "deines" LPO/WBO/Aufgabenheft Paketes zurückgreifen. Das lästige Blätter ergänzen entfällt.

Im Bereich der Leistungsprüfung unterscheiden wir Basis- und Aufbauprüfungen sowie Leistungsprüfungen in Dressur/ Springen/ Vielseitigkeit und Fahren. Erstere sind in den Ausschreibungen immer daran zu erkennen, dass das Wort "Pferde" Bestandteil des Prüfungsnamens ist. "z.B. Reittpferde- oder Springpferdeprüfung". Wertnoten in diesen Prüfungen nehmen vor allem Bezug auf das Pferd und seine Veranlagung. Sie bieten meist jungen Pferden den Einstieg in den Turniersport.

In den Leistungsprüfungen wie du sie auf den meisten Turnieren sehen kannst, zählt nur das was der Reiter an diesem Tag, in dieser Prüfung zeigen kann. Hier wird in die, dir sicher bekannten,  Prüfungsklassen nach Schwierigkeit unterschieden.

E  - Eingangsstufe allgemein auch als "Einfach" bekannt

A  - Aufbaustufe allgemein auch als "Anfänger" bekannt 

L  - "Leicht"

M - "Mittelschwer"

S  - "Schwer"

Um zu verhindern, dass langjährige, erfahrene Reiter gegen Turniereinsteiger antreten, sind alle Reiter in aufeinander aufbauende sogenannte Leistungsklassen (D7 - D1) eingeteilt. Hier einmal alle auf einen Blick.

Bild: FN  Deutsche Reiterliche Vereinigung Warendorf

Um in eine Leistungsklasse zu kommen kann man ein bestimmtes Reitabzeichen ablegen. Man kann sich aber auch durch Turniererfolge nach oben arbeiten. Grundsätzliche Voraussetzung für die Leistungsklasse 6 ist das Reitabzeichen 5. Viele Eurer Eltern kennen es sicher noch als kleines Reitabzeichen. Damit stehen dir die Türen zum Turniersport offen. Aber auch wenn du noch kein Reitabzeichen hast, kannst du erste  Erfahrungen auf einem LPO Turnier bzw. in einer LPO Prüfung sammeln. Mit einer sog. Schnupperlizenz wirst du zunächst in die Leistungsklasse D7 eingeordnet und darfst damit dann in LPO-Prüfungen bis zur Klasse E starten. Mit Ablegung des Reitabzeichens 5 wirst du dann, nach dem Antrag auf Ausstellung einer Jahresturnierlizenz, in die Leistungsklasse 6 hochgestuft..

...so, nun musst Du Dich entscheiden...

Welche Turniere zu welchem Termin stattfinden erfährst Du in NRW am leichtesten durch die Zeitschrift "Reiter und Pferd in Westfalen" oder durch die "Turniersuche" auf der Internetseite von FN-Neon. In beiden Fällen findest Du die jeweilige Ausschreibung. In ihr findest Du in immer ähnlicher Weise 

- den Ort des Turniers 

- den Namen des Turniers

- darunter auch das Datum

- und natürlich ob es sich um ein WBO oder LPO Turnier handelt

- der Nennungsschluss ist angegeben

- eine vorläufige Zeiteinteilung

- und alle Prüfungen die auf diesem Turnier angeboten werden 

Da die Anmeldefrist je nach Veranstalter meist einige Wochen vor dem Turnier endet, findest Du in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Turniere, die manchmal 2 oder mehr Monate im voraus liegen. Bei der Online Nennung ist dieser Zeitraum noch größer.

Nennung, die Anmeldung zum Turnier

Um an den nun an ausgesuchten Turnieren teilzunehmen zu dürfen, musst Du dich beim Veranstalter des Turniers anmelden. Er benötigt diese Information um den Ablauf der Prüfungen planen zu können. Seit 2013 kann man sich für LPO-Prüfungen nur noch online über www.fn-neon.de anmelden.

Für Wettbewerbe gemäß WBO geht es nach wie vor auch noch mit einem gültigen WBO-Nennungsformular. Das Nennungsformular, das bundesweit gilt, kannst Du dir hier herunterladen. Herausgeber ist die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) in Warendorf. Auf der Homepage der FN findest Du noch viele weitere Informationen. 

Um an einem Turnier teilzunehmen zu dürfen, muss man sich beim Veranstalter des Turniers anmelden. Er benötigt diese Information um den Ablauf der Prüfungen planen zu können. Seit 2013 kann man sich für LPO-Prüfungen nur noch online über www.fn-neon.de anmelden.

Für Wettbewerbe gemäß WBO geht es nach wie vor auch noch mit einem gültigen WBO-Nennungsformular. Das Nennungsformular, das bundesweit gilt, kannst Du dir hier herunterladen. Herausgeber ist die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) in Warendorf. Auf der Homepage der FN findest Du noch viele weitere Informationen. 

Wie nenne ich für eine WBO-Veranstaltung? 


Hast Du das "Nennungsformular WBO" herunter geladen, kannst Du es ruhig einige Male kopieren. Das Formular ändern sich nur selten.

Als erstes füllst du das Feld links mit Angaben zum Teilnehmer aus. Hier sind unter anderem dein Name, Adresse und auch de Name deines Reitvereins gefragt. Dann folgt ein Feld mit vielen kleinen Kästchen, die von 1 bis 60 durchnumeriert sind. Die Zahlen stehen für die einzelnen Wettbewerbe/ Prüfungen der jeweiligen Ausschreibung. Am besten legst du nun die Ausschreibung für die Wunsch-Veranstaltung direkt neben das Nennungsformular WBO und kreuze die Kästchen mit den Wettbewerbsnummern an.

 

Vorsicht: Die Zahl der erlaubten Starts kann sich je nach Veranstaltung und Wahl der Wettbewerbe unterscheiden. Was erlaubt ist, steht in der Ausschreibung.

 

In der rechten Spalte wird oben noch mal über die Impfbestimmungen informiert. Dann geht es weiter mit den Angaben zum Pferd. Hier musst du den Namen, die Rasse, das Alter, die Größe, den Besitzer und versch. andere Dinge eintragen.

 

Darunter steht dann noch kleingedruckt, dass die Besonderen Bestimmungen der Landeskommission, die Ausschreibung für diese Veranstaltungen und auch die gültigen Allgemeinen und Besonderen Bestimmungen als verbindlich anerkannt werden müssen. Bist du unter 18-Jahren, dann müssen deine Eltern als gesetzliche Vertreter das Nennungsformular unterschreiben. In der Ausschreibung steht bei den jeweiligen Wettbewerben, was der Einsatz kostet. Die zusammengerechnete Summe musst du in der rechten unteren Spalte eintragen. Nun muss noch ein Verrechnungsscheck mit genau dieser Summe beigelegt werden. Das Ganze wird nun rechtzeitig (Nennungsschluss beachten!) direkt an den Veranstalter geschickt. Wenn der Veranstalter es eingerichtet hat und Pferd und Reiter bei der FN in irgendeiner Form registriert sind, kann man auch online nennen. Wie man sich für dieses Verfahren, genannt Neon (Nennung Online) anmeldet, erfährst du auf der Internetseite von FN-Neon. Kurz vor der Veranstaltung verschickt oder mailt der Veranstalter die Zeiteinteilung. Und dann kann es für dein Pferd und dich los gehen! 

 

LPO-Turniere nennen 
 

Möchtest du später in Leistungsprüfungen der LPO, zum Beispiel der Klasse E oder A, an den Start gehen, dann brauchst du dafür eine/n Reitausweis, der auch Jahresturnierlizenz genannt wird. Voraussetzung dafür ist, dass du mindestens das Reitabzeichen Klasse 5 (RA 5, entspricht dem früheren DRA IV) hast. Mit diesem Ausweis erfolgt die Einstufung in den jeweiligen Reit-Disziplinen in die Leistungsklasse 6: Je nach Disziplin auch Dressur (D6), Springen (S6), Vielseitigkeit (V6) bzw. Fahren (F6). Mit diesem Ausweis darfst du in allen Leistungsprüfungen (LP) der Klasse A, in allen Klasse E-Prüfungen und auch in WBO-Wettbewerben starten, wenn die Ausschreibung dies zulässt.

Übrigens dürfen, wenn es im Ausschreibungsstext vorgesehen ist, auch Pferdesportler höherer Leistungsklassen an WBO-Wettbewerben teilnehmen. Mit welcher Ausrüstung zu an den Start gehen darfst, kannst Du entweder einer regulären LPO oder auch dem LPO-Ausrüstungskatalog (klicke auf das Bild rechst) entnehmen. Damit hat die FN auf immer wiederkehrende Fragen auf Turnieren reagiert. Seit dem 1. März 2017 existiert diese Zusammenfassung der zugelassenen Ausrüstung.

 

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